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Die Berichtssaison für die Zahlen des abgelaufenen Quartals startet – und mit ASML steht am Mittwochmorgen direkt ein Tech-Schwergewicht im Rampenlicht. Für Investoren besonders spannend: Hohe Erwartungen treffen auf Unsicherheiten – ein klassisches Setup für starke Kursbewegungen rund um die Zahlen.

Von Bloomberg befragte Analysten erwarten aktuell einen Gewinn von EUR 6.65 je Aktie. Zum Vergleich: Im letzten Quartal lag der Gewinn noch bei EUR 7.34 je Aktie, während gleichzeitig für das laufende Quartal ein Wachstum von EUR 0.65 oder rund 11% gegenüber dem Vorjahr erwartet wird. Auch auf Umsatzebene bleibt die Story intakt: 2025 erzielte ASML rund €32.7 Mrd. (+15% gegenüber 2024), für 2026 werden €34–39 Mrd. erwartet, was für die Mitte der Spanne einem Umsatzanstieg von knapp 12% entsprechend würde.

Treiber bleibt klar der AI-Boom und die starke Nachfrage nach Halbleitertechnologie. Gleichzeitig sorgen geopolitische Unsicherheiten – insbesondere rund um China, das etwa 20% des Umsatzes ausmacht – für zusätzliches Überraschungspotenzial.

Damit ist die Ausgangslage klar: Ein starker Ausblick könnte für neue Aufwärtsdynamik sorgen, während Enttäuschungen schnelle Rücksetzer auslösen können. Genau diese Konstellation macht ASML aktuell zu einem klassischen Earnings-Play – mit attraktivem Potenzial für kurzfristige Trading-Chancen mit Hebelprodukten.